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Kunstprojekt: Weiße Fahnen von Heimo Zobernig am VARTA HAUS

Neues Kunst-Projekt am VARTA Haus in Wien:
Weiße Fahnen von Heimo Zobernig machen den Auftakt

Mit „Nothingness is different for everybody“ läutet der Konzeptkünstler Heimo Zobernig, dem international derzeit wohl renommiertesten zeitgenössischen Künstler, das Fahnen-Kunstprojekt am markanten Eckhaus gegenüber dem MuseumsQuartier ein.

Vier weiße Fahnen – 2,5 mal 3 Meter groß – wehen seit 1. Mai am VARTA Haus. Und das ist kein Zufall. Heimo Zobernig , der auch Professor für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien ist, hat mit der Installation seinem künstlerischen Diskurs eine neue Dimension verliehen. Erst ein weißes Blatt mit zwei Stecknadeln an der Wand in Zobernigs Atelier im Jahr 1986, dann weiße Sockel als Skulptur, weiße Leinwände, leere Projektionsflächen und jetzt weiße Fahnen am VARTA Haus an der Ecke Mariahilfer Straße/Getreidemarkt.

„Werke von symbolischer Aufladung zu befreien, ist schwerer, als man denkt. Im asiatischen Zen ist das Kultur. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben sich bereits darum bemüht. Trotzdem ist dieser Umgang mit dem Nichts immer wieder aufs Neue eine Herausforderung. Die weiße Fahne – nicht als Zeichen, sondern als eine Art Screen – erzeugt mit dem Wind ein endloses situatives Spiel der Formen“, so Zobernig.

Heimo Zobernig ist einer der vielschichtigsten und bekanntesten Persönlichkeiten der Kunstszene. Der deutsche Kunstkompass führt ihn unter den 100 weltbesten zeitgenössischen Künstlern. Seine kontinuierliche internationale Ausstellungstätigkeit gipfelte 2015 im österreichischen Beitrag auf der Kunstbiennale in Venedig. Seine Arbeiten wurden u.a. in New York, Los Angeles, Brisbane, London, Madrid und Paris gezeigt. 2021 widmet das mumok in Wien dem 60-Jährigen eine eigene Personale (19.02.2021-13.6.2021).

Symbol des Aufbruchs und für notwendige Kurskorrekturen

„Die weißen Fahnen des Künstlers Heimo Zobernig bei uns am VARTA Haus sind ein Symbol des Aufbruchs. Wir sind dabei die Corona-Krise zu bewältigen und es hat sich gezeigt, dass die Gesellschaft zusammenhält, die Solidarität funktioniert, die Menschen aufeinander aufpassen. Zobernigs Kunstprojekt symbolisiert für mich auch die Chance, notwendige Kurskorrekturen auf gesellschaftlicher, technologischer und wirtschaftlicher Ebene vorzunehmen“, kommentiert Michael Tojner.

Das VARTA Haus, Tojners Firmenzentrale, das die Industriegruppe Montana Tech Components GmbH, zu der auch die VARTA AG gehört, sowie die Immobilienentwicklungsfirma WertInvest beheimatet, verbindet seit der Eröffnung 2009 Geschichte mit technischen Innovationen sowie Unternehmergeist mit künstlerischen Arbeiten. Aufsehen erregte die lebensgroße Figur des Künstlers Ronald Kodritsch „Reason to believe“ wie auch die künstlerische Fassadengestaltung von Peter Sandbichler, der hohes Ansehen für seine Arbeiten im öffentlichen Raum genießt. Sandbichlers „Haus mit

Augenbrauen“ ist das Gegenstück von Adolf Loos entworfenem „Haus ohne Augenbrauen“ am Michaelerplatz und macht das VARTA Haus zu einem auch international viel beachteten Architektur-Hotspot der Stadt. Seit 2016 leuchtet neben dem VARTA-Firmenschild der Schriftzug „TOMORROW“ des Bildhauers Arnold Reinthaler. Im Foyer ist eine Medien- und Licht-Installation von Brigitte Kowanz zu sehen, die 2017 gemeinsam mit Erwin Wurm den österreichischen Pavillon der 57. Biennale in Venedig gestaltet hat.

Zobernigs weiße Fahnen sind der Auftakt – geplant ist es, dass in wechselnden Präsentationen Künstlerinnen und Künstler im Rahmen dieses neuen Kunstprojektes die Fahnen gestalten.

Heimo Zobernig
Heimo Zobernig wurde 1958 in Mauthen in Kärnten geboren und lebt in Wien. Seit 20 Jahren ist Zobernig Professor für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Für seine künstlerischen Arbeiten wurde er unter anderem 2010 mit dem Österreichischen Friedrich Kiesler-Preis für Architektur und Kunst für seinen „beispiellosen Oeuvre und Werdegang“, aber vor allem für seine „künstlerische Agilität, etablierte Sichtweisen subtil zu untergraben und Unvorhergesehenes aufzudecken“ ausgezeichnet. 2016 erhielt Zobernig den höchstdotierten europäischen Kunstpreis der Roswitha Haftmann-Stiftung „für sein unbeirrtes, vielfältiges Schaffen und für sein stringentes Gesamtwerk.“

Rückfragehinweis
Jürgen Beilein
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